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Brotbacken im historischen Backofen PDF Drucken E-Mail

 

Dieser Backofen stand früher auf dem Grundstück des Bauern Anton  Hindahl. Er stammt aus dem 19. Jh. und war bis 1956 in Betrieb. Er wurde  im Jahr 1972 abgebrochen und auf dem sog. "Roten Platz" (so genannt  wg. des roten Belages)  wieder aufgebaut.

Die Wölbung des Backraumes besteht aus Ziegeln und Lehm. Die  Belüftung erfolgt durch eine Steinrohrleitung, die vom hinteren Teil des  Backraumes nach vorn führt und oberhalb der Ofentür sichtbar ist.

Der Ofen faßte 16 Brote zu je 6 Pfund. Das Brot bestand aus Mengkorn - Weizen, Roggen, Sauerteig, Salz und lauwarmem Wasser. Es wurden  auch alle Kuchenarten gebacken: die sog. Apfelkuchen, in Brotteig eingeschlossene Äpfel und die Luffen, eine Art Stuten. 

Im Herbst wurde nach dem Brotbacken in dem noch warmen Ofen häufig  Obst getrocknet - Äpfel, Birnen und Pflaumen, auch in Würfel geschnittene  Zichorie.

 Ein Erfahrungsbericht

Mehrere Jahre war nicht mehr im Backofen gebacken worden. Besondere Anlässe erfordern aber besondere Maßnahmen, und nun sollte also im  alten Backofen gebacken werden.

Aber wie wurde der alte Backofen geheizt? Keiner wußte es so recht. 

Also: Probieren geht über Studieren! Mit Holz voll packen, vorne anstecken  und nach hinten durchbrennen lassen. Gesagt, getan! Einheizen nennt man  das wohl! Noch abends um 11 hätte man einen Ochsen  braten können, nur kein Brot backen, so heiß war der Backraum.

Am nächsten Tag war dann Anton Hindahl (Schnietz Anton­)  zur  Stelle. Er  hatte als Kind in diesem Backofen Brot ge­backen und wußte, wie ´s  gemacht wurde.

Beheizt wird das Backhaus von hinten nach vorn, d. h.  die Splieten (Holzscheite) werden im vor­deren Raum angezündet und dann mit der  Lohe nach hinten geschoben.

Nach und nach werden die Holzscheite nun auf´s Feuer gelegt und mit der  Lohe wieder nach vorn gezogen. Sind die Ziegelsteine, mit denen der  Backofen ausgemauert ist, schön weiß, so ist die richtige Tem­peratur  erreicht.

Zur Kontrolle der Temperatur wurden Roggenähren in die Kontrollöffnung  neben der Ofentür gelegt. Verbrannten die Roggenähren, war der Ofen zu  heiß und musste mit  einem nassen Sack auf die richtige Temperatur (ca.  240 o C) gebracht werden.

Wurden die Ähren jedoch schön braun, war die Temperatur gerade richtig,  und der Brotteig konnte hinein geschoben werden.

 


Geprüft und das Brot für gut befunden 

Meistens wurde vorweg ein "Vorherkuchen" gebacken, der anschließend  mit "Kritschkensaft"   (Rübenkraut) verzehrt wurde.

Je nach Art des Holzes, mit dem das Backhaus geheizt wurde, bekam das  Brot einen weichen oder harten Knust. Nahm man z. B. Weidenholz zum  Heizen, so erzählt Anton­ Hindahl, bekam das Brot einen “schmuigen Kniust” (weichen Knust). Für gewöhnlich wurde jedoch mit Buchenholz  geheizt

 
 

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